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Diamanten - Die härteste Währung der Welt

Der Diamant ist der bekannteste Edelstein und gilt weltweit als Symbol für ewige Liebe. In unkalkulierbaren Zeiten mit anstehenden hohen Inflationsraten eignen sich Diamanten neben der emotionalen Kraft auch als sichere Wertanlage. Dieser Inflationsschutz begründet sich in dem Quasi-Monopol der größten Mienengesellschaften.


Die Goldschmiede Beste ist Anbieter von Edelsteinen mit einer Spezialisierung auf Diamanten in allen Schliffformen und Qualitäten zu Großhandelspreisen. Im eigenen gemmologischen Labor können die Edelsteine analysiert und beurteilt werden. Björn Beste ist graduierter Diamant- und Edelsteingutachter, ausgebildet beim „Hoge Raad voor Diamant“ (HRD) in Antwerpen. Biografie.

Diamant wird betrachtet
Diamant

Je besser die Qualität eines Diamanten ist, umso schöner sieht er aus, glitzert bzw. funkelt er. In der Fachsprache wir das Strahlen auch als „Feuer“ bezeichnet. Für die Qualität eines Diamanten sind alle vier C´s verantwortlich. Ein Grundwissen, welches man beim Kauf oder aber auch beim „Small Talk“ gebrauchen kann. Diese werden nachstehend beschrieben:

Die fünf Kriterien eines Diamanten

Das erste Kriterium bei jedem Edelstein ist das Gewicht. Bei einem metrischen Karat handelt es sich lediglich um eine kleinere, feinere Gewichtseinheit. International ist die Abkürzung ct. für carat gebräuchlich. In Deutschalnd wird auch kt. verwendet. Ein Karat entspricht 0,2 gramm, bzw. ein Gramm ist gleich 5 ct. Allgemein kann gesagt werden, je schwerer ein Stein, desto seltener und teurer ist er. Der Wert eines Diamanten darf allerdings nicht nur durch sein Gewicht bestimmt werden. Eine Kombination von allen vier Kriterien ist hier entscheidend. Zwei gleich schwere Steine können aufgrund unterschiedlicher Farbe, Schliffqualität und Einschlüssen total verschiedene Preise haben.


Ct. darf nicht mit dem Feingehalt KARAT von Schmuck verwechselt werden. Hier handelt es sich nicht um einen Gewichtsangabe, sondern um eine Feingehaltsangabe. Wir benutzen zur besseren Unterscheidung bei Schmuck die Abkürzung „kt.“ und für die Edelsteingewichtseinheit das „ct“.


Aufgrund von festgelegten Proportionen lässt sich bei geschliffenen Diamanten im Brillantschliff vom Durchmesser auf das Gewicht schließen. Ein 1 Karäter hat z.B. einen Durchmesser von ca. 6,3 mm bis 6,6 mm. Die folgende Tabelle gibt das ungefähre Durchmesser-Gewichtsverhältnis an:

Das Karat-Gewicht wird in Zehntel und Hundertstel angegeben. Entgegen der mathematischen Regel wird bei Diamanten nicht schon ab einer fünf aufgerundet, sondern erst bei einer neun. Demnach sind 0,998 ct. gerundet 0,99 ct. Erst ein Stein von 0,999 ct. darf somit mit 1,00 ct. ausgezeichnet werden.


Kleinst- und Kleinbrillanten werden mit „Punkten“ bezeichnet. Hierbei entspricht ein Punkt einem hundertstel Karat (0,01 ct.). Steine von je 0,07 bis 0,14 oder 0,15 ct. bezeichnet man als Melée-Steine. Derartige Steine werden meistens als Besatz für ein Pavé benutzt. Im Diamanthandel werden für die unterschiedlichen Güteklassen Preise pro Karat angegeben. Um den Preis für einen Stein festzustellen, multipliziert man dessen Karatgewicht mit dem Karatpreis.


Zwei gleich große Steine bzw. zwei gleich schwere Steine können ganz unterschiedliche Marktwerte besitzen. Lediglich auf den ersten Blick sehen sie vermeintlich identisch aus. Die weiteren Kriterien wir Farbe, Reinheit, und Schliffqualität sind genauso wichtig.

Die Farbe von Edelsteinen ist eine der wichtigsten Eigenschaften. Sie fasziniert die Menschheit seit jeher, da es das erste Merkmal ist, welches deutlich wahrgenommen wird. Diamanten sind in den verschiedensten Farben zu finden. Üblicherweise sind die meisten gelblich, leicht grünlich bis bräunlich gefärbt. Sie werden alle zusammen mit den weißen Steinen beurteilt. Je weißer die Edelsteine sind, desto seltener sind sie vorzufinden und dementsprechend steigt auch der Wert der Diamanten. Ein weißer Diamant ist chemisch rein. Die getönten Steine, mit anderen Farben, sind leicht mit anderen Materialien „verunreinigt“. Die Gelbreihe, die international für die Farbbewertung Anwendung findet und Industriestandard ist, zeigt die Nomenklatur der einzelnen geblichen Farbtöne. Die Reihe beginnt mit dem Buchstaben D. Unter dieser fallen die besten Qualitäten. Diese farblosen Diamanten werden auch als „Exceptional White +“ (Hochfeines Weiß+) bezeichnet. In der Fortführung der Gelbreihe nimmt der Farbanteil immer ein klein wenig zu, bis zum Buchstaben Z.

In Juweliergeschäften werden meistens die Farben D bis J angeboten. Alle „tieferen“ Farbtöne sind dann schon deutlich als gelb zu erkennen. Eine Ausnahme bilden die sogenannten „fancy colour“-Diamanten. Diese Diamanten sind beispielsweise blau, rot, oder rosa. Ihre einmaligen tollen fantasiefarbenen Diamanten erzielen überproportional hohe Liebhaberpreise. Ihre Bewertung liegt außerhalb des üblichen Bewertungsschemas der Gelbreihe. Chemisch gesehen sind auch hier neben dem Kohlenstoff noch andere Stoffe während der Entstehung beigemengt worden. Zusätzlich gibt es noch andere chemische Prozesse die zur Verfärbung führen.

Die Reinheit bezeichnet die Häufigkeit von Einschlüssen im Diamant. Einschlüsse sind Inhomogenitäten, hervorgerufen durch Druck- und Temperaturschwankungen in der Wachstumsphase. Sichtbar sind sie in Form von sehr kleinen „Rissen“, Fransen, Federn und kristallförmigen Fremdstoffen. Die fremden Kristalleinschlüsse können weißlich, bräunlich, rötlich, farblos, gelblich, grünlich, oder auch schwarz sein. Bei milchigen Trübungen spricht man von „Wolken“. Meist sind die Einschlüsse so klein, dass sie nur mit einer Lupe zu sehen sind. Einige sind sogar nur mit einem Mikroskop wahrzunehmen. Wenn die Einschlüsse mit bloßem Auge zu sehen sind, spricht man von Piqué-Steinen. Je weniger Einschlüsse ein Diamant aufweist, desto höher ist sein Wert. Die klaren, reineren Steine ohne Einschluss sind viel seltener in der Natur zu finden.


Bei der Betrachtung von Diamanten ist weltweit festgelegt, dass eine Lupe mit 10-facher Vergrößerung zu benutzen ist. Bei einem lupenreinen Diamant sind hiermit keine Einschlüsse sichtbar.


Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Reinheitskategorien bei Diamanten:


CIBJODefinition
GIA

LRLupenreinBei zehnfacher Vergrößerung frei von inneren Merkmalen und absolut transparent.if
Internally flawless 
VVSSehr, sehrkleine EinschlüsseSehr, sehr kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung nur sehr schwer zu erkennen.vvs 1
Very very small inclusions
VSSehr kleine EinschlüsseSehr kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung schwer zu erkennen.vs 1
Very small incllusions 
SIKleine EinschlüsseKleine Einschlüsse, bei zehnfacher  Vergrößerung leicht zu erkennen.si 1
Small inclusions
P IDeutliche EinschlüsseEinschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung   sofort erkennbar, die Brillanz nicht mindernd. I 1
Pikee 1 
P IIGrößere EinschlüsseGrößere und/oder zahlreiche Einschlüsse, die Brillanz nur schwach mindernd. Mit bloßem   Auge erkennbar.I 2
Pikee 2
P IIIGroße EinschlüsseGroße und/oder zahlreiche Einschlüsse, die Brillanz erheblich mindernd.I 3
Pikee 3

Bei der Bearbeitung eines Rohdiamanten ist das Erlangen eines perfekten Schliffes die schwierigste Aufgabe. Schon immer diente das Schleifen von Edelsteinen dem Zweck, die Reflexion des Lichtes zu optimieren und somit die beste Brillianz zu erreichen. Dazu müssen die einzelnen Facetten in optimaler Anordnung stehen.


Diamanten werden in vielen fantasievollen Formen geschliffen. Neben den sogenannte „fancy cuts“ mit unregelmäßigen, nicht exakt geometrischen Formen gibt es zahlreiche Standardschliffe. Der bekannteste ist sicherlich der Brillantschliff. Daneben existieren noch weitere wie folgend dargestellt:


Ein Brillant ist somit kein Stein, sondern nur eine Schliffform. Da sich der Begriff allerdings so im Volksmund eingebürgert hat, steht der Brillant als Synonym für einen Diamanten im Brillantschliff.


Für diesen runden Brillantschliff sind ausdrückliche Proportionen entwickelt worden, die eine maximale Brillanz ermöglichen, sodass eine Totalreflexion des einfallenden Lichtstrahls entsteht. Wenn die Proportionen fehlerlos sind, wird das einfallende Licht im Diamanten fast komplett reflektiert und entweicht aus dem Diamanten wieder in die Einfallsrichtung. In der Fachsprache nennt man dieses Totalreflexion. Hierdurch entsteht der funkelnde, glitzernde und leuchtende Eindruck. Ein schlecht geschliffener Diamant funkelt deutlich weniger. Ein Brillant besitzt 33 Facetten im Oberteil, also über der Rundiste, und 25 Facetten im Unterteil. Inklusive der Kalette, der unteren Spitze, besitzt ein Brillant 58 Facetten. Wenn ein Diamant über mehr als 58 Facetten verfügt, handelt es sich um eine Brillant-Variation. Die Rundiste selber wird nicht als Facette gewertet.

Bei der Beurteilung der Schliffformen werden Winkel, Flächen und Geraden des Diamanten genauestens geprüft, da sie sich auf die Brillanz auswirken. Die für die Schliffgraduierung relevanten Faktoren sind die Symmetrie, die Proportionen und die Politur. Je nachdem wie gut die Vorgaben eingehalten wurden, ergibt sich bei GIA eine der fünf Kategorien für den Edelstein. Die anderen gemmologischen Labore benutzen ein vierstufiges Notensystem.

Benennung
Definition
Exzellent (excellent)
Exzellente Brillanz. Die Proportionen müssen perfekt sein.
Sehr gut (very good)
Hervorragende Brillanz. Die Proportionen müssen annähernd eingehalten sein. 
Gut (good)
Gute Brillanz. Nur geringe Abweichungen bis maximal 5% der für „sehr gut“ angegebenen Verhältnisse sind erlaubt. 
Mittel (medium)
Brillanz gemindert. Lediglich 10% Abweichung der für „sehr gut“ angegebenen Werte werden zugestanden.
Gering (poor)
Hier liegen auffallende Abweichungen vor. Brillanz ist erheblich gemindert. Stark gestörte Symmetrie.

Als fünftes Kriterium für Diamanten können die Zertifikate angesehen werden. Ab 0,50 ct. ist es sinnvoll, ein renommiertes sowie anerkanntes Zertifikat mitzuliefern.


Zu empfehlen sind hier:

Diamanten der Goldschmiede Beste mit HRD Zertifikat.

Diamanten der Goldschmiede Beste mit GIA Zertifikat.

IGI Diamanten der Goldschmiede Beste

Diamanten der Goldschmiede Beste mit DPL Zertifikat.

Sonstiges Wissenswertes über Diamanten:
Diamanten bestehen lediglich aus dem natürlich vorkommenden Mineral Kohlenstoff in kristalliner Form. Das chemische Symbol im Periodensystem ist „C“. Der sogenannte König der Edelsteine verfügt über die höchste Wärmeleitfähigkeit aller bekannten Minerale. Ebenso ist der Diamant das härteste bekannte Mineral auf diesem Planeten und die Referenz der Ritzhärte 10 gemäß der Härteskala nach Mohs. Dank der Härte bekam der Diamant seinen Namen, altgriechisch „adamas“ „der Unbezwingbare“. Aufgrund seiner Anisotropie (die Härte ist in verschiedenen Kristallrichtungen unterschiedlich) ist es überhaupt möglich, Diamant mit Diamant zu schleifen. Im Vergleich zum nächst härteren Edelsteinen, der Korund-Gruppe mit Saphir und Rubin, ist seine Schleifhärte 140 mal so hoch. Gegen chemische Reaktionen ist der Diamant recht unempfindlich. Beim Löten darf eine große Hitze nicht erreicht werden, da hier das Risiko zu groß ist und der Edelstein beschädigt werden kann. Leichte Hitze verträgt er, jedoch darf ein Diamant nicht spontan abgekühlt werden. Außerdem zeichnet er sich durch die hohe Brillanz aus, das heißt, die Fähigkeit, weißes Licht in eine Vielfalt von Farben zu zerlegen und wieder abzustrahlen. Er unterscheidet sich durch das weiche Graphit, der aus demselben chemischen Element besteht, nur durch die außerordentlich dichte Anordnung seiner Atome. Diamanten sind im Allgemeinen farblos, doch entstehen durch Beimengungen von Fremdelementen alle Farben (siehe oben unter fancy colours). Rein chemisch gesehen handelt es sich hier um Verunreinigungen, die allerdings in einigen Fällen besonders schöne Steine hervorbringen.


Es existieren auch synthetische, im Labor hergestellte Diamanten. Diese sind natürlich deutlicher weniger Wert als die echten, natürlichen Diamanten aus Mienen. Für industrielle Zwecke sind diese synthetischen Steine begehrt, da sie die gleichen chemischen Eigenschaften haben. Im Schmuckbereich gelten diese Diamanten als verpönt, weile sie als echte, natürliche Steine verkauft werden können, ohne den Kunden zu informieren. Ein Zertifikat gibt es für diese synthetischen Diamanten selbstverständlich nicht.


Heute werden die Edelsteine in Afrika, Kanada, Australien, Indien und Russland bergmännisch aus Vulkanschloten, den sogenannten pipes (engl. für Röhren), zusammen mit seinem Muttergestein, dem Kimberlit (blue ground), gefördert. Frühere Lagerstätten waren bis zum 18. Jahrhundert Indien, Borneo undBrasilien. Die Ausbeute in den Mienen ist recht gering. Für 1 ct. Schmuckdiamanten müssen ca. 20 Tonnen Gestein gefördert und bearbeitet werden. 80% aller gefundenen Steine haben lediglich Industriequalität und eignen sich nicht für Schmuckzwecke. Dieses Verhältnis zeigt die Seltenheit von Diamanten auf.